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Helfende Pfoten e.V. für Assistenzhunde und ihre Menschen

WEM KÖNNEN ASSISTENZHUNDE HELFEN? WAS MACHT EIN ASSISTENZHUND EIGENTLICH?

 

Die bekanntesten Assistenzhunde sind wohl die Blindenführhunde. Diese Hunde kompensieren nach erfolgreicher Ausbildung das fehlende Augenlicht IHRES Menschen. Sie führen ihn um Hindernisse herum und sicher durch den Strassenverkehr. Sie finden Treppen, Ausgänge oder freie Sitzgelegenheiten. Sie sind bekannterweise durch ein WEIßES Geschirr und eine weiße Haltevorrichtung für den Menschen gekennzeichnet. Der Blindenführhund ist derzeit der einzige Assistenzhund, dessen Kosten von den Krankenkassen (nach individueller Prüfung) bezahlt werden.

 

Rollstuhlbegleithunde gehören inzwischen ebenfalls vielfach zum Alltagsbild. Diese Hunde begleiten ihren Menschen im Alltag, öffnen und schließen z.B. Türen, heben etwas auf oder reichen Dinge an. Sie helfen beim An- und Ausziehen, tragen (kleinere) Taschen und manche können auch einen leeren Rollstuhl von einem Zimmer in ein anderes transportieren.

 

Menschen mit motorischen Einschränkungen, die nicht auf einen Rollstuhl angewiesen sind, können von einem "LPF"-Hund unterstützt werden. LPF steht dabei für "lebenspraktische Fähigkeiten". Diese Hunde können ebenfalls herunter gefallene Dinge aufheben, Handy, Schlüssel, Geldbörse, oder oder oder ... anreichen. Wäsche anreichen oder in die Waschmaschine legen,....

 

Diabetikerwarnhunde (meist als Hypohunde bei Unterzuckerung) zeigen frühzeitig eine drohende lebensgefährliche Unterzuckerung an. Sie machen ihren Menschen auf die Gefahr aufmerksam, bringen Meßgerät oder Medikamente und helfen ebenfalls bei kleinen Alltagssituationen. Gerade diese Hunde leisten durch ihr natürliches Bewegungsbedürfnis auch einen weiteren Vorteil: der Mensch muss sich bewegen und unterstützt dadurch eine gesunde Lebensweise.

 

Autismusbegleithunde unterstützen überwiegend durch ihre ruhige, beständige Art. Sie können Stereotypien unterbrechen, beruhigend auf ihren Menschen einwirken und sie sicher im Straßenverkehr führen. Neigt ihr Mensch zum Weglaufen können sie andere Familienmitglieder warnen und ihren Menschen suchen.

 

Alzheimerbegleiter/Demenzbegleiter sind speziell ausgebildete Hunde, die je nach schwere der Erkrankung im Alltag helfen, Struktur geben, ihren Menschen am Davonlaufen hindern oder dieses melden und allgemein Wärme und ein Sicherheitsgefühl geben.

 

Signalhunde für Gehörlose kompensieren das fehlende Höhrvermögen indem sie z.B. ihren Menschen sicher durch den Strassenverkehr führen, en klingelndes Telefon bringen oder auf einen Besucher an der Türe aufmerksam machen.

 

Recht neu sind sog. "PTBS"-Hunde. Diese Hunde begleiten Menschen, die an  einer sogenannten posttraumatischen Belastungsstörung leiden. Sie geben Sicherheit und Struktur, können Stereotypen und "Erinnerungen" unterbrechen, zum Ausgang oder (in vertrauten Gebieten) nach Hause führen. Darüber hinaus können Sie Abstand zu anderen Menschen schaffen und ihren Menschen, z.B: beim Bezahlen abschirmen.

 

Epilepsiesignalhunde geben ebenfalls Unterstützung im Alltag, bringen ein Telefon oder den Notrufknopf (nach einem Anfall), bleiben während eines epileptischen Anfalles bei ihrem Menschen oder holen ein Notfallmedikament (je nach Ausbildung). Sie finden davon gelaufene Personen wieder oder bringen ihren (nach einem Anfall) verwirrten Menschen sicher wieder nach Hause. Manche Hunde erlernen die  Fähigkeit vor einem bevorstehenden epileptischen Anfall zu warnen. Dies ist eine Fähigkeit die der Hund von sich aus "mitbringt". Beibringen lässt sich diese Fähigkeit nach meiner Erfahrung nur sehr selten, weshalb sie auch nicht jeder Epilepsiesignalhund beherrscht.