Immer wieder erreichen uns Anfragen wie:
„Ich habe meinen Assistenzhund selbst ausgebildet – könnten wir bei Ihnen eine ADI-Prüfung machen?“
„Meine Trainerin ist nicht ADI-zertifiziert – aber ich würde gerne mit meinem Hund die ADI-Anerkennung erhalten. Ist das möglich?“
Die ehrliche Antwort darauf lautet: Nein – eine ADI-Zertifizierung ist nicht einfach nur eine Prüfung, sondern ein umfassender Prozess.
Was bedeutet ADI überhaupt?
ADI steht für Assistance Dogs International, den weltweit führenden Verband für Assistenzhundorganisationen. Nur anerkannte Mitglieder dürfen die ADI-Standards anwenden und Prüfungen auf dieser Grundlage abnehmen.
Als akkreditierter Partner erfüllen wir strenge Vorgaben – und tragen dafür auch Verantwortung. Eine ADI-Zertifizierung darf nur vergeben werden, wenn:
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die Ausbildung des Hundes und des Menschen nachweislich über Monate hinweg begleitet wurde,
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das Team regelmäßig evaluiert wurde,
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die Prüfung nach festgelegten internationalen Standards erfolgt,
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und die laufende Nachbegleitung auch nach der Prüfung sichergestellt ist.
Warum können wir keine „externe“ ADI-Prüfung anbieten?
Wenn ein Hund in einer anderen Ausbildungsstelle oder im Eigenregie trainiert wurde, können wir leider nicht rückwirkend für die Qualitätssicherung garantieren. Eine einmalige Prüfung genügt nicht, um die hohen Anforderungen der ADI zu erfüllen – weder inhaltlich noch formal.
Wir verstehen den Wunsch nach einer ADI-Anerkennung – doch wir bitten um Verständnis, dass wir diese nur bei Teams anbieten, die ihre Ausbildung (mindestens 6 Monate lang) unter unserer Anleitung durchlaufen haben.
Was ist möglich?
Wenn du Interesse hast, dein bereits ausgebildetes Team nachträglich für eine ADI-konforme Zertifizierung weiterzubilden, sprich uns gerne an. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Integration in unser System möglich – vorausgesetzt, die Nachbegleitung ist ebenfalls langfristig gesichert.
Für alle anderen gilt: Wir beraten dich gerne offen und ehrlich, welche Wege realistisch und sinnvoll sind – für dich, deinen Hund und eine verantwortungsvolle Zukunft als Assistenzhundeteam.
Wichtig zu wissen:
Dieser Beitrag informiert allgemein. Für konkrete rechtliche Fragen wende Dich bitte an eine Fachstelle oder einen Rechtsberater.
Autorin: Katharina Küsters